Als ich wieder anfing zu fotografieren

Ein ganzes Jahr habe ich keine Kamera angerührt.

Na gut, mein Smartphone schon, aber das zählt irgendwie nicht.

Ich habe ein ganzes Jahr keine Kamera mehr in der Hand gehabt. Warum? Ich fühlte mich kreativ ausgebrannt. Es gibt einfach zu viele Fotos auf der Welt. Und da noch ein Teil von zu sein, erschien mir wirklich überflüssig.

Auf einmal war es in meinem Kopf gewesen: es gibt doch schon alles. Und das tausendfach.

Dieser Gedanke kam für mich wie gerufen. Meine Frau und ich hatten vor 2 Jahren unsere Tochter aus Haiti abgeholt und wenn du Vater wirst, existiert sowieso eine andere Zeitrechnung. Alles ist unwichtig. Nur das Kind zählt.

Ich wollte so viel Zeit wie es geht nur noch mit meiner Tochter verbringen. Da kam mir der Ausstieg aus der Fotografie gerade Recht. Auf zu neuen Ufern.

Habe ich schon so oft gemacht in meinem Leben. Irgendetwas bekommt mehr Priorität? Gut, stürze ich mich darauf.

Aber ich werde auch älter und damit ruhiger. Ich brauche immer mehr Beständigkeit. Ich habe wenig Lust auf tiefgreifende Veränderungen. Ich habe jetzt alles. Also, warum nicht das erarbeitete Wissen festigen und verbinden?

Das ich kreativ ausgebrannt war, kam daher, daß ich mit der Fotografie Geld verdiente und dem Wirtschaftlichen zu viel Gewichtung gegeben hatte. Die Fotografie als Kreativprozess wurde immer kleiner und das war mir eine Qual.

Das habe ich aber erst mit genügend Abstand bemerkt. Gefehlt hatte mir in dieser Auszeit nichts.

Aber in den vergangenen Wochen juckte es mir wieder unter den Nägeln. Ich fing wieder an meine Ausrüstung herauszuholen und zu inspizieren. Ich stellte fest, daß ich noch genügend Filme hatte, um sofort loszulegen.

Cool.

Also habe ich 15 Rollen Film mit in den Urlaub genommen und davon 5 verschossen. Zusätzlich habe ich auch eine kleine Digitalkamera dabei und damit auch ein paar Fotos gemacht.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, finde ich. Ich habe Landschafts-und Stadtfotos sowie Streetphotography gemacht. Also, dass was mit neben der Portraitfotografie am meisten Spaß macht.

Ich bin also wieder da, wie es so schön heißt. 🙂

Es geht wieder los, aber diesmal mit weniger Turbo.

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